Fische in Deutschland

 

Zeichenerklärung

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Lebensraum

 

Lat.

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Wissenschaftliche Bezeichnung

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Nahrung

 

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Durchschnittliche Größe

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Köder

 

B

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Beschreibung

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Mundartliche Bezeichnung

 

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Charakterische Merkmal

 

 

Raubfische

 

 

Aal: MA: Flussaal, Lat: Anguilla anguilla, G: 40-60 cm, B: schlangenförmiger Körper mit Flossensaum, M: keine Bauchflossen, L: Flüsse, Seen, Küstengewässer, N: Würmer, Schnecken, Krebse, kleine Fische, K: Würmer, Köderfisch, Fischfetzen, Krabben

Der Aal ( Anguilla anguilla ) ist ein langer, schlangenförmiger Fisch, der in der Sargassosee, einem Teil des Atlantik, geboren wird und dann bis in die Flüsse, Seen und Küstengewässer ganz Europas und Nordafrikas wandert. Dort ernährt er sich hauptsächlich von Würmern, Schnecken und Krustentieren. Weibliche Aale können bis zu 1,5 m lang und 6 Kg schwer werden Die männlichen Tiere bleiben deutlich kleiner. Geschlechtsreife Aale wandern die 4000 bis 5000 Kilometer in die Sargassosee zurück!

Die echten Aale oder Flussaale umfassen 14-16 Aalarten, die alle der Gattung Anguilla angehören. Die Rücken-, Schwanz- und Afterflosse der echten Aale bilden einen durchgehenden Saum. Die Bauchflossen fehlen. Der Unterkiefer ist etwas länger als der Oberkiefer. Die Farbe des Rückens kann von oliv bis schwarz reichen, die Unterseite silbrigweiß bis messinggelb. Die dicke Haut ist sehr schleimig. Es sind sehr kleine Schuppen vorhanden. Flussaale haben die Fähigkeit, sich auf feuchten Stellen an Land fortzubewegen. Die Fähigkeit haben sie, weil sie durch ihre Haut atmen und so die Hälfte ihres Sauerstoffbedarfs decken können. Allerdings könne sie keine größeren Strecken auf trockenem Land vorwärts kommen. Das Blut der Flussaale enthält ein gefährliches Nervengift. Es wird aber beim Kochen und Räuchern zerstört. Wer also mit Aalblut umgeht, sollte darauf achten, dass es weder mit den Augen noch mit den Schleimhäuten in Berührung kommt!
Der Europäische Flussaal (Anguilla anguilla) lebt in den Flusssystemen Europas, Kleinasiens und Nordafrikas.
Aale leben am Gewässergrund und verstecken sich tagsüber meist in Höhlungen oder zwischen Steinen. Die Nahrungssuche erfolgt meistens in der Dunkelheit. Aale fressen Fisch, Muscheln und Schnecken, Krebstiere, Insektenlarven und Würmer aber kein Aas. Man unterscheidet zum einen die räuberischen Breitkopfaale und zum anderen die Spitzkopfaale , die sich von Kleintieren ernähren. Der Aal findet seine Beute ausschließlich mit der Nase. Die Augen sind nicht besonders gut ausgebildet. Die Männchen werden mit 6-9 Jahren geschlechtsreif und beginnen dann ihre Laichwanderung. Die Weibchen werden erst mit 12-15 Jahren und einer Länge von 1,1 m geschlechtsreif starten dann ihre Reise. Die Farbe der Aale ändert sich dann von einem grünlichen Goldgelb in Silbern. Sie werden dann Blankaale genannt. Gleichzeitig vergrößern sich die vorher sehr kleinen Augen. Die Laichwanderung beginnt im Herbst. Unsere Aal müssen 4000-5000 km wandern. Sie laichen in einer Tiefe von etwa 400-700 Metern um anschließend zu sterben. Die Eier treiben zur Wasseroberfläche wo sehr schnell die Larven schlüpfen.. Die Weidenblattlarven ( Leptocephalus) genannten Larven beginnen sich sofort auf den Weg in die Heimatgewässer ihrer Eltern zu machen. Nach drei Jahren kommen sie in Europa an und die Larven wandeln sich in etwa 7 Zentimeter lange Glasaale um. Dann schwimmen sie in das Heimatgewässer ihrer Eltern.
Das Fleisch des Aals ist sehr delikat, aber fett und schwer verdaulich, es ist nahezu grätenfrei.
Aal wird meistens geräuchert, aber auch gedünstet, geschmort, gebraten oder gegrillt.
Blankaale werden in Spanien oder Frankreich häufig frittiert. Der Aal findet seine Beute ausschließlich mit der Nase. Der Aal wird an allen europäischen Meeresküsten, in Flüssen, Seen und auch Kleingewässern geangelt. Es wird meist nachts mit einfachen Grundmontagen gefangen. Wichtig dabei ist, dass er keine Chance hat sich festzusetzen. Auch ist es möglich Aal durch Anfüttern, z.B. mit Futterkörbchen anzulocken. Meist werden die länglichen sogenannten Aalhaken benutzt. Im Allgemeinen gelten schwüle Tage im Sommer speziell vor einem Gewitter als besonders gut. Auch das zeitige Frühjahr wenn sich das Wasser langsam erwärmt, aber die Gewässer noch nahrungsarm sind gilt als besonders gut.

 

 

Aalquappe: MA: Rutte, Lat: Lota Iota, G: 30-50 cm, B: langgestreckter Körper mit zwei Rückenflossen, endständiges, relativ großes Maul, M: eine Bartel am Unterkiefer, lange After- und zweite Rückenflosse, L: Flüsse, Bäche, Seen, N: Würmer, kleine Fische, Fischlaich, K: Leber, Würmer, Köderfisch, Fischfetzen

 

Barsch: MA: Flußbarsch, Egli, Lat: Percafluviatilis, G: 15-25 cm, B: gedrungener, leicht hochrückiger Körper mit zwei Rückenflossen; relativ großes, endständiges Maul, M: dunkler Fleck am Ende der ersten Rücken- flosse, L: Flüsse, Seen, N: kleine Fische, Würmer, Insektenlarven, Flohkrebse, K: Blinker, Spinner, Twister, Köderfisch, Würmer, Maden

Der Flussbarsch ist in fast ganz Europa eine häufig anzutreffende Fischart. Sein Rumpf ist ziemlich hoch, die beiden prägnanten Rückenflossen sind deutlich voneinander getrennt. Sein Kopf ist keilförmig und sein endständigen Maul ist gut bezahnt.. Der Barsch hat große Augen. Der Körper ist graugrün bis gelbgrün gefärbt, der Rücken ist dunkler, an den Seiten sind 5-9 schwarze Querbinden zu finden. Die Brust-, Bauch-, After- und Schwanzflosse der barsche sind orangegelb bis rot. Flussbarsche kommen sowohl in fließenden als auch in stehenden Gewässern vor, sie können sich gut den unterschiedlichsten Lebensbedingungen anpassen.

Allerdings bevorzugen sie Stellen mit üppiger Vegetation, mit versunkenen Bäumen und Unterwasserwurzeln.
Die Laichzeit ist meist von April bis Mai. Dann versammeln sie sich zu größeren Schwärmen. Die Brut bildet Schwärme, die sich nachts wieder auflösen. In den ersten Lebensmonaten ernähren sie sich von Plankton.
Flussbarsche verharren in der Nacht bewegungslos am Gewässergrund und vereinen sich erst in der Morgendämmerung wieder zu größeren oder kleineren Schwärmen. Große Exemplare leben meist allein oder in sehr kleinen Gruppen. Der Barsch erreicht eine Größe bis 50 Zentimetern bei einem Gewicht bis 5 Kilogramm. Sein Verbreitungsgebiet ist Europa außer Schottland, Norwegen und der iberischen Halbinseln. Im Osten findet man ihn bis nach Sibirien. Sein festes und weißes Fleisch ist wohlschmeckend.
Flussbarschen kann man sowohl mit der mit Würmern, kleinen Fischen, u.ä., als auch mit der Flugangel erfolgreich nachstellen.

 

Hecht: MA: Wasserwolf, Schnök, Lat: Esox lucius, G: 40-80 cm, B: langgestreckter, spindelförmiger Körper; oberständiges entenschnabelförmiges Maul ( stark bezahnt ), M: weit hinten liegende Rückenflosse, L: Flüsse, Seen, N: Fische, Frösche, kleine Wasservögel, kleine Säugetiere, K: Blinker, Spinner, Twister, Gummifisch

Der Hecht gehört zur Familie der Esocidae die in Europa, Asiens und Nordamerika zu finden ist. Der langgestreckte Körper der Hechte ist muskulös, Rücken- und Afterflosse sind bis über den Schwanzstiel verschoben. Der Kopf ist abgeflacht, das Maul und der Rachen ist mit vielen Zähnen versehen. Die kleinen Schuppen sitzen fest in der Haut. Unser europäischer Hecht (Esox lucius) wächst schnell. Je Kilogramm Gewichtszunahme muss er aber 5 - 8 kg Fisch fressen. Je nach den Bedingungen in den einzelnen Gewässern erreicht der Hecht im ersten Jahr 12-50 cm, im fünften dann 50-75 cm und im zehnten Lebensjahr 80- 110 cm Länge. Seine Geschlechtsreife tritt schon im ersten oder zweiten Jahr ein.
Hechte laichen im zeitigem Frühjahr bei Wassertemperaturen von 4 bis 10 Grad Celsius. Sie legen ihren Laich nur auf Pflanzen im Uferbereich ab. Schon nach 10 - 15 Tagen schlüpfen die Larven. Die Junghechte leben zuerst von tierischem Plankton, aber bereits mit 3 - 5 cm Körperlänge beginnen sie Fische und Kaulquappen zu jagen. Häufigste Beute bei uns sind Plötze, Ukelei und Barsche, in anderen Ländern aber auch z.B. Forellen, Saiblinge oder Maräne

 

Rapfen: MA; Schied, Raupe, Lat: Aspius aspius, G: 40-50 cm, B: langgestreckter Körper, oberständiges Maul, M: sehr tiefe Maulspalte, L: Flüsse, Seen, N: kleine Fische, K; Spinner, Blinker, Streamer, Rapfenblei

 

Wels: MA; Waller, Schaiden, Lat: Silurus glanis, G: 100-150 cm, B: langgestreckter Körper, bauchseitig abgeflacht; großes, leicht oberständiges Maul, M: sehr kleine Augen und Rückenflosse; zwei lange Bartfäden an der Oberlippe, vier kurze Bartfäden

Die Familie der welsartigen Fische ( Siluridae ) findet man in Europa und Asien. Es sind große Süsswasserfische die alle einen schuppenlosen, langgestreckten Körper, lange Bartfäden und eine lange Afterflosse haben. Den Wels erkennt man an seinem langen, mächtigen Körper mit einem breiten flachen Kopf und einem grossen, bezahnten Maul. An den Maulwinkeln befinden sich ein Paar langer, gut beweglicher und mit Knorpel verstärkter Bartfäden. Zwei weitere Paare kurzer und unbeweglicher Barteln sitzen am Kinn. Der Rücken und die Seiten des Welses sind olivgrün bis blaugrau gefärbt und seitlich marmoriert. Der Bauch ist hell gefärbt.

Welse kommen sowohl in Flüssen als auch in Seen vor. Große Exemplare findet man in Europa in Italien am Po, in der Rhone, am Ebro und auch am Rhein. Welse werden heutzutage aber auch in Fischteichen gehalten um den Bedarf an dem begehrten Speisefische zu decken. Sie leben am Grund unter Wehren, in Bodenlöchern oder anderen Verstecken. Sie sind meist nachts und während der Dämmerung aktiv. Im Winter ziehen sie sich an tiefe Stellen zurück und verfallen in einen Ruhezustand. Ihre Geschlechtsreife tritt mit 3-5 Jahren ein. Welse laichen paarweise von Mai bis Juni in den Abend- und Nachtstunden. Die Paarung ist meist sehr stürmisch. Das Weibchen legt die Eier in einfache Nester, die am Grund aus Pflanzenresten gebaut werden. Das Männchen bewacht den Laich bis zum Schlüpfen. Welse können 30 bis 40 oder mehr Jahre alt werden. Sie ernähren sich von Fischen doch jagen sie auch junge Wasservögel, Kleinsäuger und Amphibien. Welse werden 1-3 m lang und erreichen ein Gewicht von 50 bis über 200 kg. Der Wels ist heute in ganz Europa außer in Norskandinavien zu finden.

 

Zander: MA: Schill, Sandbarsch, Hechtbarsch, Lat: Stizostedion lucioperca, G: 40-60 cm, B: langgestreckter Körper mit zwei Rückenflossen; endständiges Maul; Maulspalte bis unter das Auge, M: Rückenflossen deutlich voneinander getrennt Hundszähne, L: trübe, stehende und langsam fließende Gewässer, N: Fische, Frösche, K: Köderfisch, Blinker, Spinner, Twister, Wobbler

Der Zander gehört zur Familie der Familie Percidae zu der ungefähr Einhundert in Süss- und Brackwasser lebende Arten gehören. Sie besitzen zwei Rückenflossen und ihre Afterflossen haben ein bis drei Hartstrahlen (eine Ausnahme macht nur der Kaulbarsch). Der Zander ist der grösste Süsswasserfisch unter den Barschen in Europa.

Das Maul ist zahnreich und am Ende des Unterkiefers befinden sich zwei grosse sogenannte Hundszähne. Der Oberkiefer reicht bis hinter das Auge, die Seitenlinie endet erst an der Schwanzflossenbasis. Der Rücken ist graugrün, an den Seiten sieht man acht bis zwölf schwarzbraune Querbinden, die sich zu Flecken auflösen und auch auf dem Schwanz und den beiden Rückenflossen zu finden sind.
Tagsüber versteckt sich der Zander in Bodennähe. Morgens und am frühen Abend schwimmt er zur Jagd an die Wasseroberfläche. Die Laichzeit liegt meist im April und Mai. In dieser Zeit legt das, Männchen eine Nestgrube aus Pflanzenresten an. Dort legt das Weibchen seine Eier ab, die von dem Männchen nach dem Schlüpfen sorgfältig bewacht werden und durch Wedeln der Flossen mit Frischwasser versorgt werden.
Erst lebt die Fischbrut von Zooplankton, aber schon mit 3 - 5 cm Länge fangen die Jungzander an fremden Laich zu fressen. Werden sie größer ernähren sie sich ausschließlich von anderen Fischarten.
Zander werden 10 - 15, vereinzelt bis 20 Jahre alt. Sein Verbreitungsgebiet ist das Gebiet vom Aralsee bis zum Einzugsgebiet der Elbe, aber heute kommt er auch in grossen Teile Westeuropas, in Spanien und den USA vor.

 

 

 

Salmoniden

 

 

Äsche: MA: Asch, Äscher, Springer, Spalt, Mailing, Harr, Lat.: Thymallus thymallus, G: 25-35 cm, B: gestreckter, seitlich abgeflachter Körper; relativ kleines unterständiges Maul, M: fahnenartige Rückenflosse; Fettflosse, L: fließende Gewässer mit Kies- oder Sandgrund, N: Kleinkrebse, Insektenlarven, Anfluginsekten, Schnecken, Kleinfische, K: künstliche Fliegen, kleine Spinner, Blinker

Die Äsche ähnelt den Maränen und einigen Karpfenartigen in ihrem Äusserem, aber ihr Erkennungsmerkmal die breite und hohe Rückenflosse macht sie unverwechselbar. Ganz besonders ausgeprägt ist die Rückenflosse bei den Männchen. Jüngere Äschen sind silbrigweiss mit einem graugrünen bis dunkelblauen Rücken. Ausgewachsene Tiere sind dunkler mit fast schwarzen Flecken.
Äschen bewohnen in Schwärmen das offene Wasser und wechseln ihren Standort selten. In Flüssen bevorzugen sie solche Gewässerabschnitte an denen sowohl Stromschnellen als auch langsam fliessende Strecken vorkommen.

Die Äschen ernähren sich von Larven von Wasserinsekten, Weichtiere und ins Wasser gefallene Landinsekten. Die Tiere werden meist 5-6 Jahre, in Ausnahmen auch 10 Jahre, alt. Ihr Gewicht liegt meist zwischen 0,5 und 1,5 Kilogramm, der Rekord liegt bei über 4,5 Kilogramm. Der Schwerste bislang in Deutschland gefangene Äsche wog 5 Pfund und 200 Gramm. Die Laichzeit liegt in den Monaten März, April und Mai, dabei brauchen sie kiesigem Grund. Da die natürliche Fortpflanzung heute nicht überall gewährleistet ist, wird sie auch künstlich vermehrt.

 

Atlantischer Lachs: MA: Salm, Saimo, Salmon, Lat: Salmo salar, G: 50-100 cm, B: Langgestreckter, torpedoförmiger Körper; endständiges tief eingeschnittenes Maul, ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Meerforelle ! ), M: schlanker Schwanzstil; Schwanzflosse eingebuchtet; Fettflosse, L: zieht zum Laichen in Zuflüsse der Nord- und Ostsee, N: Fische, Krebstiere; Im Süßwasser keine Nahrungsaufnahme, K: Blinker,

Wobbler, Lachsfliegen, Würmer

Atlantischer Lachs (Salmo salar) Der Salmo Salar ist die einzige Lachsart des Nordatlantik, der Nord- und Ostsee sowie deren Zuflüsse. Er ist ein Wanderfisch, der seine Wachstumsjahre im Meer verbringt, zur Vermehrung aber ins Süßwasser zieht. Der Lachs als die größte europäische Salmonidenart erreicht eine Länge bis zu eineinhalb Metern und Gewichte bis zu 40 Kilogramm. Die Hauptnahrung im Meer besteht aus Garnelen und Fischen. Der atlantische Lachs kann bis zu vier Kilogramm pro Jahr an Gewicht zulegen. Zum Laichen zieht er in seine Heimatgewässer. Es gibt "Sommer- und Winterlachse". Die Zeiten des Aufstiegs hängen von Alter, Größe und Geschlecht der Fische ab. Im Oberlauf der Gewässer heben die Weibchen auf geeigneten Kiesbänken Laichgruben aus. Die etwa sechs Millimeter großen Eier werden mit Kies bedeckt. Viele Elterntiere sterben nach dem Laichen ab, aber es gibt auch Lachse welche die Laichwanderungen bis zu dreimal überleben und es jedes Mal zurück ins Meer schaffen, wo sie sich rasch wieder erholen.
Die Junglachse verbringen ein bis zwei Jahre in ihren Heimatgewässern um dann ins Meer abzuwandern.

 

 

Bachforelle: MA: Wald-, Fluss-, Berg-, Alpen-, Weiß- und Schwarzforelle, Lat: Saimo trutta f. fario, G: 20-30 cm, B: langgestreckter, seitlich abgeflachter Körper; großes, endständiges Maul, M: Flanken mit roten, hell umrandeten Flecken; Fettflosse, L: schnellfließende Gewässer, N: Bachflohkrebse, Insektenlarven, Anfluginsekten, Fische, K: künstliche Fliegen, Streamer, Spinner, Blinker

Die Bachforelle ( Salmo trutta m. fario ) gehört zur Familie der Salmoniden. Sie benötigt kühles, möglichst unverschmutztes Wasser mit hohem Sauerstoffgehalt. Sie bevorzugt Wasserläufe mit zahlreichen Verstecken bis in eine Höhe von etwa 1500 m über dem Meeresspiegel. Allerdings ist sie auch zahlreich in schnell fließenden Flüssen und Bächen der Niederungen zu finden. Bachforellen besetzen ein Revier. Dieses verteidigen sie energisch gegen Rivalen. Sie ernähren sich vorwiegend von Wasserinsektenlarven, auf das Wasser gefallenen Land Insekten, Kleinfischen, Fischeiern und Fröschen. Im zweiten bis vierten Lebensjahr werden sie Geschlechtsreif. Sie laichen von Oktober bis Januar, dazuziehen die Bachforellen stromaufwärts. Dabei sind selbst Hindernisse von über anderthalb Metern Höhe für sie keine Problem. Die Bachforellen legen ihre Eier in Laichgruben ab. Die Entwicklung der Eier bis zum Schlüpfen dauert 100-120 Tage.
Die Bachforelle gehört zu den beliebtesten Süßwasserfischen und besitzt Fleisch von ausgezeichneter Qualität.
Fangen kann man die Bachforelle mit der Fliegenrute, der Spinnrute oder auch der Grundrute. Sie erreicht eine Größe von 30-60 Zentimetern und ein Gewicht von 0,5-10 Kilogramm. Allerdings sind schon 3-4 Kilo eine seltene Beute. Ihr Verbreitungsgebiet ist Europas, des Kaukasus, Kleinasiens, Marokkos und Algeriens. Außerdem wurde sie in vielen anderen Ländern ausgesetzt so das sie auch in Australien, Neuseeland, Indien, Nordamerika und Zentralafrika zu finden ist.

 

Bachsaibling: MA: Saibling, Lat: Salvelinus fontinalis, G: 20-30 cm, B: torpedoförmiger Körper; großes, endständiges Maul, ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit dem Seesaibling ! ), M: paarige Flossen und Afterflosse mit weiß-schwarzem Saum; Fettflosse, L: 4 schnellfließende, klare Gewässer, N: Bodentiere, Anflugnahrung, Fische, K: künstliche Fliegen, kleine Blinker, Spinner

Saiblinge gehören zu den Salmoniden, den lachs-, und forellenartigen Fischen. Der äußerliche Unterschied liegt in der Färbung. Saiblinge haben eine helle Zeichnung auf dunklem Untergrund, bei den forellen-, bzw lachsartigen ist es umgekehrt. Ihre Heimat sind die kalten Gewässer der Nordhalbkugel. Bei uns am bekanntesten sind der Bach-, und der Seeasibling. Des weiteren der arktische Saibling und der amerikanische Seesaibling. Wie bei den Forellen und Lachsen gibt es Arten die im Meer leben und zum Laichen in die Flüsse und Bäche aufsteigen und lokale Arten die ihr ganzes Leben im Süßwasser bleiben. Alle Saiblinge sind ausgezeichnete Sportfische die außerdem in der Küche sehr begehrt sind.

 

Große Maräne: MA: Felchen, Renke, große Schwebrenke, Lat: Coregonus lavaretus, G: 35-45 cm, B: langgestreckter seitlich abgeflachter Körper; heringsähnlich; unterständiges Maul, M: elipsenförmige Pupille; Fettflosse, L: große tiefe, klare Seen, N: Insekten, Würmer, Muscheln, Schnecken, K: kleine künstliche Fliegen ( Hegene )

 

Huchen: MA: Rotfisch, Rotbuchen, Heuch, Donaulachs, Hüchl, Lat: Hucho hucho, G: 70-90cm, B: drehrunder, langgestreckter Körper; großes endständiges Maul, M: abgeflachter Kopf; Fettflosse, L: schnellfließendes Gewässer mit kiesigem Grund im Donauraum, N: überwiegend Fische, K: Blinker, Wobbler, Gummifische, Köderfisch am System, Huchenzopf

 

Meerforelle: MA: Silberlachs, Strandlachs, Lat: Saimo trutta f. trutta, G: 40-60 cm, B: torpedoförmiger Körper; endständiges Maul, ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Lachs ! ), M: kräftiger Schwanzstil; Schwanzflosse kaum eingebuchtet: Fettflosse. L: zieht zum Laichen in Zuflüsse der Nord- und Ostsee, N: Fische. Krebstiere: im Süßwasser

 

Regenbogenforelle: MA: Teichlachs, Stahlkopf, Lat: Oncor hynchus mykiss, G: 25-35 cm, B: langgestreckter, seitlich abgeflachter Körper; großes, endständiges Maul, M: alle Flossen mit Punkten gezeichnet; regenbogenartig schillerndes Band auf den Flanken; Fettflosse, L: als Besatz in Seen, Teichen und in Fließgewässern, N: Kleinkrebse, Anflugnahrung, K: künstliche Fliegen, Blinker, Spinner, Würmer

 

Seeforelle: MA: Grundforelle, Silberlachs, Lat: Saimo trutta f. lacustris, G: 40-70 cm, B: langgestreckter, seitlich abgeflachter Körper; großes, endständiges Maul; ( gleicht der Bachforelle, glänzt silbrig ), M: keine rötlichen Punkte auf den Flanken; Fettflosse, L: tiefe, klare Seen im Alpenraum, N: jüngere Tiere, Kleintiere, ältere Fische, K: Blinker, Spinner, Köderfisch am System

 

Seesaibling: MA: Saibling, Rötling, Röteli, Ritter, Rotforelle, Schwarzreuter, Lat: Salvelinus alpinus, B: torpedoförmiger Körper; endständiges Maul; ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Bachsaibling ! ), M: paarige Flossen und Afterflosse mit weißem Saum; Fettflosse, L: stationäre Formen in tiefen, klaren Seen im Alpenraum, Zooplankton, Bodentiere, Fische, K: künstliche Fliegen, Blinker, Spinner

 

 

 

 

Friedfische

 

Aland: MA: Nerfling, Orfe, Kühling, Jessen, Göse, Gängling, Schwarznerfling, Lat: Leuciscusidus, G: 30-50 cm, B: gestreckter, leicht hochrückiger Körper, seitlich abgeflacht; endständiges Maul; ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Döbel, dieser hat größere Schuppen ! ), M: Afterflosse leicht eingebuchtet, L: Schwarmfisch in Ufer- und Ober- flächennähe in Fließgewässern, N: Würmer, Insektenlarven, Muscheln, Schnecken, gelegentlich auch kleine Fische, Kleinkrebse, K: alle Friedfischköder, aber auch künstliche Fliegen

 

Barbe: MA: Flussbarbe, Barme, Sauchen, Lat: Barbus barbus, G: 30-50 cm, B: langgestreckter, schlanker Körper, am V Bauch leicht abgeflacht; unterständiges Maul, M: vier Bartfäden an der Oberlippe, L: raschfließende, klare Gewässer mit Kiesgrund, N: Würmer, Schnecken, Muscheln, Insektenlarven, K: Tauwürmer. Käse, Maden, Hanf

 

Brassen: MA: Brachsen, Blei, Bressen, Breitling, Bresen, Lat: Abramis brama, G: 30-40 cm, B: Hochrückiger, seitlich zusammengedrückter Körper; leicht unterständiges, vorstülpbares Maul; ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Güster ! ), M: lange Afterflosse; Augendurchmesser kleiner als Maulspalte, L: größere stehende und fließende Gewässer, N: Würmer, Schnecken, Muscheln, Insektenlarven, K: Würmer, Maden, Mais, Getreide, Brot, Anfüttern!

 

Döbel: MA: Aitel, Dickkopf, Schuppfisch, Möne, Diebel, Alet, Altl, Lat: Leuciscus cephalus, G: 30-40 cm, B: langgestreckter, fast drehrunder Körper; endständiges Maul mit weiter Maulspalte ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Aland ! ), M: Schuppen erscheinen netzartig gezeichnet, L: bevorzugt Fließgewässer, zum Teil bis Forellenregion, N: Kleintiere, Fischlaich und Fischbrut, K: alle Fischköder, aber auch kleine Spinner und künstliche Fliegen

 

Giebel: MA: Silberkarausche, Lat: Carassius auratus gibelio, G: 15-30 cm, B: gestreckter, seitlich abgeflachter Körper; endständiges Maul; ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Karausche ! ), M: Rückenflosse leicht konkav gebogen; keine Barteln, L: stehende und langsamfließende Gewässer mit weichem Untergrund, N: Plankton und Bodentiere, K: alle Friedfischköder

 

Güster: MA: Blicke, Halbbrachsen, Pliete, Pleinzen, Breitling, Zobelpleinzen, Lat: Blicca björkna, G: 15-20 cm, B: hochrückiger, seitlich zusammengedrückter Körper; lange Afterflosse; ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit  Brassen ! ), M; Augendurchmesser größer als Maulspalte, L: stehende und langsam-fließende Gewässer, N: Bodentiere       ( wie Zuckmückenlarven, Röhrenwürmer, kleine Muscheln und Schnecken ), K: Würmer, Maden, Mais, Getreide, Brot, Anfüttern!

 

Hasel: MA: Häseling, Rüßling, weißer Döbel, Springer, Grätling, Maifisch, Lat: Leuciscus leuciscus, G: 10-20 cm, B: langgestreckter, fast drehrunder Körper, M: Afterflosse leicht eingebuchtet, L: Oberfläche in schneller strömen- den Gewässern, N: Kleintiere, gelegentlich Pflanzen und Anflugnahrung, K: Maden, Caster, künstliche Fliegen

 

Karausche: MA: Schneiderkarpfen, Moorkarpfen, Bauernkarpfen, Lat: Carassius carasslus, G: 15-25 cm, B: hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper; endständiges Maul ohne Barteln, ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Giebel ! ), M: vor allem bei jüngeren Tieren dunkler Fleck an der Schwanzwurzel; Bastarde mit Karpfen haben zwei Paar reduzierte Barteln, L: stehende und langsam fließende Gewässer mit schlammigem Untergrund, N: Bodentiere, Pflanzteile, K: Maden, Würmer

 

Karpfen: MA: Karp, Lat: Cyprinus carpio, G: 40-60 cm, B: vier hochrückige Zuchtformen, eine langgestreckte Wildform; rüsselartiges, vorstülpbares Maul mit vier Barteln, M: Wildkarpfen und Schuppenkarpfen (vollständig beschuppt); Spiegelkarpfen ( unregelmäßig beschuppt ); Zeilkarpfen ( ein oder zwei vollständige Schuppenreihen auf den Flanken ); Lederkarpfen ( fast ohne Schuppen ), L: stehende und langsam fließende Gewässer, N: Würmer, Schnecken, Insektenlarven, Kleinkrebse, Muscheln, K: Würmer, Mais, Maden, Teig, Brot, Boilies

 

Nase: MA: Näsling, Schwarzbauch, Rheinmakrele, Speier, Zuppe, Zapfen, Mundfisch, Lat: Chondrostoma nasus, G: 25-40 B: langgestreckter, seitlich abgeflachter Körper; unterständiges Maul, M: scharfe, verhornte Lippen, L: Schwarmfisch in schnell fließenden Gewässern mit kiesigem Grund, N: Kleintiere und Algenwuchs, K: Würmer, Maden, Insekten, Käse, Teig, Brot

 

Plötze: MA: Rotauge, Rottein, Schmahl, Schwalen, Furn, Lat: Rutilus rutilus, G: 15-30 cm, B: spindelförmiger Körper; mehr oder weniger hochrückig, (Achtung: Verwechslungsgefahr mit Rotfeder! ), M: Ansatz der Rückenflosse senkrecht über dem der Bauchflossen, L: Schwarmfisch der Ufer- und Freiwasserregion, fließende und stehende Gewässer, N: Plankton, Würmer, Schnecken, Anflugnahrung, K: Maden, Caster, Teig, Brot, Anfüttern!

 

Rotfeder: MA: Goldrubel, Roddow, Rötel, Rottein, Furn, unechtes Rotauge, Lat: Scardinius erythrophthalmus, G: 20-30 cm, B: gedrungener, hochrückiger, seitlich abgeflachter Körper; oberständiges Maul, ( Achtung: Verwechslungsgefahr mit Rotauge ! ), M: Ansatz der Rückenflosse hinter dem der Bauchflossen; kielförmiger Bauch, L: Schwarmfisch in stehenden und langsam fließenden Gewässern, N: höhere Pflanzen, Algen, Insektenlarven, Kleinkrebse, K; Maden, Caster, Brotflocke, Insekten

 

Schleie: MA: Schlei, Schlammler, Schuster, Lat: Tinca, tinca, G: 20-40 cm, B: seitlich kaum zusammengedrückter Körper; endständiges Maul, M: zwei kurze Barteln an der Oberlippe; kleine Schuppen; Milchner mit verdicktem zweitem Bauchflossenstrahl, L: stehende und langsam fließende Gewässer, N: Schnecken, Insektenlarven, Muscheln und Pflanzen, K: Würmer, Maden, kleine Boilies

 

 

 

 

Kleinfische

 

 

Kaulbarsch: MA: Stuhr, Sturt, Rotzbarsch, Schroll, Pfaffenlaus, Lat: Gymnocephalus Cernua, G: 10-15 cm, B: gedrungener hochrückiger Körper; endständiges Maul, M: zweite Rückenflosse deutlich länger als die erste, L: größere Seen, Fließgewässer, Brackwasser von Flussmündungen, N: Insektenlarven, Würmer, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebse, K: Würmer, Maden

 

Laube - Ukelei: MA: Laube, Okel, Schneider, Wieting, Albe, Weißling, Blinke, Maiblecke, Lat: Alburnus alburnus, G: 8-12 cm, B: langgestreckter, seitlich abgeflachter, schlanker Körper; oberständiges Maul, M: Flanke silbrig glänzend; Schuppen fallen bei Berührung leicht aus, L: Schwarmfisch der Oberflächenregion in stehenden und langsam fließenden Gewässern, N; Plankton, Kleinkrebse, Anflugnahrung, K: Maden, Caster, Hanfkörner, Brotflocken

 

 

 

 

Laich- und Hauptfangzeiten

NameLaichzeiten

Hauptfangzeiten

Raubfische  

 

Aal  

05 – 09

Aalquappe12 – 02

11 – 04

Barsch

04 – 05

07 – 10

Hecht

02 – 04

05 – 11

Rapfen

04 – 06

06 – 08

Wels

05 – 06

06 – 08

Zander

04 – 06

06 – 12

Salmoniden  

 

Äsche

03 – 05

06 – 12

Bachforelle

10 – 01

05 – 09

Bachsaibling

10 – 03

04 – 09

Große Maräne

10 – 01

Frühjahr / Herbst

Huchen

03 – 04

10 – 02

Lachs

10 – 01

05 – 09

Meerforelle

12 – 03

06 – 08

Regenbogenforelle

10 – 05

06 – 09

Seeforelle

10 – 12

04 – 05

Seesaibling

11 – 01

05 – 06

Friedfische

 

 

Aland

04 – 06

03 – 11

Barbe

06 – 07

07 – 10

Brassen

05 – 06

06 – 09

Döbel

04 – 06

06 – 09

Giebel

04 – 05

07 – 10

Güster

05 – 06

05 – 09

Hasel

03 – 05

05 – 08

Karausche

05 – 06

05 – 09

Karpfen

05 – 06

06 – 10

Nase

03 – 05

06 – 10

Plötze

04 – 05

Ganzjährig

Rotfeder

04 – 06

04 – 09

Schleie

05 – 07

05 – 09

Kleinfische

 

 

Kaulbarsch

03 – 05

06 – 09

Ukelei

04 - 06

03 – 08